1. Mozart-Ganztagsprobe 14 Januar, 2006
Posted by rincewind in Musik, Probenberichte, Weird Thoughts.trackback
Ja, hier der erste Bericht zum Proben-Status der c-Moll-Messe. Heute, Punkt 9: kurzes Einsingen. Wie immer… werde ich auch in meinen weiteren Berichten nicht mehr explizit erwähnen.
Ein erster Versuch den letzten Satz Dona nobis pacem vom Blatt zu singen war zwar interessant, aber nicht wirklich fehlerfrei umsetzbar ![]()
Also zunächst der 1. Satz Kyrie zum eingewöhnen – lief vom Blatt an sich erstaunlich gut. Problematisch hier: Die chromatischen Abwärtsbewegungen in Alt und Bass… nach kurzem Proben aber kein wirkliches Problem mehr.
Danach noch das Gloria durchgearbeitet. Ein sehr schöner Satz, gewöhnungsbedürftig jedoch: Das Tempo ![]()
Allegro vivace ist nunmal schnell
Die ersten beiden Sätze können sich nun wirklich schon hören lassen, ebenso wie das harmonisch sehr durchwachsene Gratias. Qui tollis ist ein Satz, der sich mittels verschiedener Chromatiken und 32tel-Punktierungen in den Basso Continuo – Stimmen fortbewegt. Das faszinierende ist, dass nach langem Aufbau eine wunderschöne Kadenz eine Phrase beenden „will“, es aber nicht schafft, da sie nicht in der Tonika schließt sondern durch einen Trugschluss (Dominant-Sept) weitergeführt wird. Hier erkennt man Mozarts Idee. Wir kennen dieses Verfahren aus dem Requiem – das Recordare ist eigentlich auch ein riesiger Vorhalt, der sich erst am Schluss „endlich“ auflöst.
Die Probe schloss mit JoGo’s Worten: So, wir haben später angefangen, haben die Pause überzogen, dann können wir auch früher gehen… jetzt gehn’ wir nach hause und schlagen unsre Frauen
Danach haben wir uns noch zu einer kleinen Geburtstagsfeier in der „Katakombe“ in Kubach zusammengefunden…
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